Wurzelspitzenresektion

Die Wurzelspitzenresektion (WSR) ist ein operativer Eingriff zur Entfernung der Wurzelspitze eines Zahnes. Eine WSR wird notwendig, wenn sich an der Wurzelspitze eine Entzündung oder eine Zyste gebildet hat und eine normale Wurzelbehandlung nicht mehr möglich ist. Die Wurzelspitzenresektion ist ein Routineeingriff, der normalerweise in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) ambulant durchgeführt wird.

Mit einem Zahnfleischschnitt wird der die Wurzelspitze bedeckende Knochen freigelegt und abgetragen, bis die Wurzelspitze dargestellt ist. Diese wird sodann abgetrennt und mitsamt dem Entzündungsgewebe entfernt.

Mit ultraschallbetriebenen Instrumenten wird der Wurzelkanal von der Schnittfläche her aufbereitet, erweitert und anschließend mit einem Spezialzement versiegelt (retrograde Wurzelfüllung). Abschließend erfolgt ein dichter Nahtverschluss der Wundränder. Im Durchschnitt dauert der Eingriff eine halbe bis eine Stunde, je nach den individuellen Gegebenheiten.

Die Wurzelspitzenresektion ist als letztes Mittel zur Zahnerhaltung anzusehen. Als Alternative sind eventuell die Extraktion des befallenen Zahnes und sein Ersatz mit einem Implantat zu erwägen.


Wurzelspitzen-Entzündung


Wurzelspitzen-Abtrennung
mit Entfernung des Entzündungsgewebes


Versiegelung
mit Spezialzement