Zähneknirschen

Bei ungestörter Funktion haben die Zahnreihen des Ober- und Unterkiefers während eines Tages lediglich 20 bis 30 Minuten direkten Kontakt miteinander. Es können jedoch sog. Fehlfunktionen vorliegen, bei denen sich dieser direkte Kontakt auf mehrere Stunden pro Tag ausdehnt.

Unter einer Fehlfunktion ist z.B. das "Zähnepressen" zu verstehen, bei dem die Zähne über einen längeren Zeitraum hinweg, teilweise mit außerordentlicher Kraft aufeinander gepresst werden. Dazu zählt auch das "Zähneknirschen", wo die Zähne kraftvoll aufeinander gerieben werden.

Oftmals finden diese Fehlfunktionen unbewusst statt und werden vom Patienten nicht bemerkt. Es werden dabei aber so große Kräfte freigesetzt, dass die Zähne, die Kaumuskulatur und das Kiefergelenk dabei erheblich belastet werden. Neben dieser Überlastung wird der schützende Zahnschmelz abgerieben, die Zähne werden kälte- und wärmeempfindlich. Außerdem zieht sich oftmals das Zahnfleisch zurück, die betroffenen Zähne lockern sich.

Diese Fehlfunktionen können durch psychischen Stress wesentlich verstärkt werden. Auch schief stehende Zähne oder eine zu hoch geratene Füllung oder Krone führen zu einer Verschlechterung. Da diese Zähne nicht in das gewohnte "Beißgefühl" passen, entsteht das Verlangen die Störung durch Reiben bzw. Abwetzen zu beseitigen.